Das Borkener Ehrenmal

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Im Jahre 1925 wurde das erste Kriegerdenkmal in Borken errichtet mit den Namen der Gefallenen aus dem ersten Weltkrieg. 1959 wurde an der selben Stelle unser heutiges Ehrenmal neu gebaut. Das Material bezahlte die Gemeinde, aber sämtliche Arbeiten wurden unentgeltlich von den Gemeindemitgliedern ausgeführt.  Die Planung und Leitung der Bauarbeiten hatte damals der Bautechniker Bernhand Voss aus Borken. Fast 11% der Gemeindebevölkerung hat im letzen Krieg ihr Leben als Soldat an der Front gelassen.

An Christi Himmelfahrt, 26. Mai 1960, wurde das Ehrenmal vom damaligen Pastor Behrens aus Hemsen und Bernhard Koopmann,in Vertretung für den erkrankten Bürgermeister Bernhard Bruns, eingeweiht. Auch nahmen der Schützenverein Hemsen und der Cäcillienchor Hemsen teil. Diese beiden Vereine nehmen noch heute an der jährlichen Gedenkfeier, in Rahmen des Sommerfestes, am Ehrenmal teil.

Das Grab des unbekannten Soldaten.
Im Frühjahr 1945 (angeblich kurz nach Kriegsende) wurde am Emsufer unterhalb des Borker Bergs eine männliche Leiche angespült. Die Polizei ermittelte, dass er der deutschen Wehrmacht angehörte. Ausweispapiere führte er nicht mit sich und auch die Erkennungsmarke führte seinerzeit nicht zu einer Identifizierung . Der Zimmermeister Heinrich Voß fertigte im Auftrag der Gemeinde einen provisorischen Sarg an, und so wurde der Tote als 'unbekannter Soldat' vor dem damaligen Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs in Borken beigesetzt. Im Sommer 1945 wurde auf dem Kath.Friedhof in Hemsen von ehemaligen Soldaten 14. Kreuzwegstation gestiftet. Der unbekannte Soldat wurde daraufhin von Borken auf den Friedhof nach Hemsen umgebettet und fand seine letzte Ruhestätte an dieser 14. Station. Eine Sandsteinplatte verweißt noch heute auf das Grab. Am Ehrenmal in Hemsen steht ebenfalls ein Kreuz für den Unbekannten.

 
     

 

 

 

 

 

 

Ausschnitt aus der Meppener Tagespost, 1960

 

 

70ér Jahre

 

Das Ehrenmal heute

Die Reservistenkameradschaft Borken hat es sich zur Aufgabe gemacht dieses Ehrenmal zu pflegen. So wurden bereits mehrmals Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Bereits 1970 renovierte die RK-Borken das Ehrenmal erstmalig.

 

 

 

So gab es auch in 2003 einen Arbeitseinsatz. .... mehr

 

Zur 1150-Jahr-Feier 2011 wurde das Ehrenmal erneut hergerichtet. .... mehr

 

 

Hier die Namen der Gefallenen und Vermissten der Gemeinde Borken:

Erster Weltkrieg 1914-1918

Heinrich Brand , geb. am 15. September 1885 in Meppen,
gestorben in Kriegsgefangenschaft im Alter von 33 Jahren am 16 Oktober 1918 in Russland.
Die heutige Ruhestätte ist nicht bekannt.

Franz Geers , geb. am 13. Dezember 1885 im Grumsmühlen (Lingen),
gefallen im Alter von 29 Jahren am 28 September 1915 im Reims, Frankreich.
*) Der Ersatz-Reservist Franz Geers ruht vermutlich auf der Kriegsgräberstätte in Lens-Sallaumines (Frankreich).

Heinrich Lübbers , geb. am 13. März 1885 in Borken,
gefallen im Alter von 29 Jahren am 23.August 1914 in Nalinnes bei Charlerio, Belgien.
*) Der Grenadier Heinrich Lübbers ruht vermutlich auf der Kriegsgräberstätte in Vladslo (Belgien).

Johann Voss , geb. am 10. Mai 1892 in Borken,
vermisst im Alter von 25 Jahren seit dem 04.Oktober 1917 in Zonnebeke/Flandern, Belgien.
*) Der Landsturmmann diente in der 6. Kompanie / 3. Hann.-Infanterie-Regiment 79. Ein Soldat gleichen Namens ruht auf der Kriegsgräberstätte in Poperinghe Lyssenthoek (Flandern Belgien).

Hermann Voss , geb. am 29. Juli 1894 in Borken,
gefallen im Alter von 21 Jahren am 09. August 1915 in Boiry, St. Martin, Frankreich.
*) Der Musketier Hermann Voss ruht auf der Kriegsgräberstätte in Neuville-St.Vaast (Frankreich).

Zweiter Weltkrieg 1939-1945

Hermann Brand , geb. am 15. September 1885 in Meppen,
gestorben in Kriegsgefangenschaft im Alter von 33 Jahren am 16 Oktober 1918 in Russland.
Die heutige Ruhestätte ist nicht bekannt.

Franz Geers , geb. am 13. Dezember 1885 in Grumsmühlen (Lingen),
gefallen im Alter von 29 Jahren am 28 September 1915 in Reims, Frankreich.
*) Der Ersatz-Reservist Franz Geers ruht vermutlich auf der Kriegsgräberstätte in Lens-Sallaumines (Frankreich).

Heinrich Lübbers , geb. am 13. März 1885 in Borken,
gefallen im Alter von 29 Jahren am 23.August 1914 in Nalinnes bei Charlerio, Belgien.
*) Der Grenadier Heinrich Lübbers ruht vermutlich auf der Kriegsgräberstätte in Vladslo (Belgien).

Johannes Voß , geb. am 10. Mai 1892 in Borken,
vermisst im Alter von 25 Jahren seit dem 04.Oktober 1917 in Zonnebeke/Flandern, Belgien.
*) Der Landsturmmann Voß diente in der 6. Kompanie des 3. Hannoversches-Infanterie-Regiment Nr. 79. Ein Soldat gleichen Namens ruht auf der Kriegsgräberstätte in Poperinghe Lyssenthoek (Flandern Belgien).

Hermann Voß , geb. am 29. Juli 1894 in Borken,
gefallen im Alter von 21 Jahren am 09. August 1915 in Boiry, St. Martin, Frankreich.
*) Der Musketier Hermann Voß ruht auf der Kriegsgräberstätte in Neuville-St.Vaast (Frankreich).

Zweiter Weltkrieg 1939-1945

Heinrich Albers , geb. am 07. Januar 1924 in Limburg, Holland,
gefallen im Alter von 19 Jahren am 20. Juli 1943 in Kordelowo (Annabowna), Russland.
*) Der Gefreite Heinrich Albers konnte noch nicht auf den Sammelfriedhof Sologubowka (Russland) umgebettet werden.

Gerhard Herbers , geb. am 21. Dezember 1914 in Borken,
gefallen im Alter von 26 Jahren am 16. Dezember 1941 in Schtschigry, Russland (am Hauptverbandsplatz der San.Kp. 1./60).
*) Der Unteroffizier Gerhard Heinrich Herbers ruht auf der Kriegsgräberstätte in Kursk-Besedino (Russland) gemeinsam mit Heirich Albers aus Hüntel.

Gerhard Hopster , geb. am 09. November 1918 in Landegge,
gestorben infolge einer schweren Kriegsverletzung im Alter von 26 Jahren am 15. Mai 1945 in Borken

Otto Hopster , geb. am 08. September 1913 in Landegge,
gefallen im Alter von 30 Jahren am 22. Juni 1944 in Gewarano, Italien.
*)Der Unteroffizier Otto Hopster ruht auf der Kriegsgräberstätte in Pomezia (Italien).

Bernhard Klaas , geb. am 26. März 1915 in Borken,
gefallen im Alter von 29 Jahren am 13 Juni 1944 bei Kiviöli (am Hauptverbandsplatz in Dobrina der San.Kp. 1./240), Estland.
*) Der Gefreite Bernhard Klaas ruht auf der Kriegsgräberstätte in Narva (Estland).

Josef Klaas , geb. am 13. Oktober 1918 in Borken, auf See geblieben im Alter von 21 Jahren am 10. April 1940 im Skagerak, Norwegen

Rudolf Klaas , geb. am 30. Januar 1913 in Borken,
gestorben nach 5 Jahren und 7 monatiger russischer Kriegsgefangenschaft im Alter von 37 Jahren am 27. November 1950 im Ludmillenstift, Meppen

Hermann Koopmann , geb. am 26. November 1916 in Borken,
gefallen im Alter von 24 Jahren am 26. September 1941 in Konstantinograd (Kraßnograd), südöstlich Poltawa, Ukraine.
*) Der Obergefreite Hermann Vitus Koopmann, Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse, diente in der 295. Infanterie-Division / Infanterie-Regiment 516 - 7. Kompanie, 9. Gruppe.
Er konnte noch nicht auf den Deutschen Soldatenfriedhof in Charkow (Ukraine) umgebettet werden.

Rudolf Koopmann , geb. am 26. November 1915 in Borken,
gefallen im Alter von 28 Jahren am 15. September 1944.
Der Feldwebel und Kompanietruppführer diente in der 329. Infanterie-Division, Grenadier-Regiment 551 und ruht im Felde in Geigali (östlich von Ergil) in Lettland.

Bernhard Krüßel , geb. am 08. März 1918 in Borken,
gestorben im Alter von 28 Jahren am 24. Juni 1946 im russischen Kriegsgefangenen-Lazarett in Beloretschenskaja, Kaukasus, Russland.
Die heutige Ruhestätte des Unteroffiziers ist nicht bekannt.

Heinrich Niers , geb. am 26. September 1914 in Klein Hesepe,
gefallen im Alter von 30 Jahren am 15. November 1944 bei Metz, Frankreich.
Die heutige Ruhestätte des Unteroffiziers ist nicht bekannt.

Bernhard Vieler , geb. 20. Dezember 1909 in Borken,
gefallen in Alter von 34 Jahren am 29. Januar 1944 in Gorodinka (Ssawin Rog), Ukraine.
*) Der Gefreite Bernhard Vieler wurde noch nicht auf einen Soldatenfriedhof überführt. Sein Feldgrab befindet sich in Muschitschi (Weißrussland)

Johannes Voß , geb. am 21. Juni 1925 in Borken,
vermisst im Alter von 19 Jahren seit dem 24. August 1944 bei Calais-Boulonge, Frankreich.
*) Der Gefreite Johannes Voß diente in der 47. Infanterie-Division / Grenadier-Regiment 115 - 1. Bataillon und hat auch heute noch den Status vermisst. Das Regiment wurde im August 1944 im Kessel von Mons vernichtet.

 

*) Quellenangabe: Die mit * gekennzeichneten Angaben zur letzten Ruhestätte sind der "Gräbersuche online" des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. entnommen.